Akupunktur/Traditionelle chinesische Medizin


Die Akupunktur unterstützt in umfassender Weise die Behandlungsmöglichkeiten der Schulmedizin. Sie ist eine der tragenden Säulen der traditionellen chinesischen Medizin und wird seit 4000 Jahren angewandt.

Der menschliche Körper wird im Laufe eines Tages von der Lebensenergie (Chi) auf bestimmten Bahnen, den sogenannten Meridianen, durchflossen. Diese Energie zirkuliert im gesamten Körper. Krankheit wird als eine Störung im Energiefluß aufgefaßt.

Bei der Körperakupunktur werden feine Akupunkturnadeln an speziell ausgewählten Akupunkturpunkten - es gibt 361 verschiedene Akupunkturpunkte - , die auf den Energiebahnen liegen, durch den Arzt gesetzt. Ziel der Behandlung ist es, den Energiefluß wieder herzustellen und dadurch die Erkrankung zu heilen.

Jeder Mensch verfügt über ein individuelles energetisches Muster. Eine spezielle Diagnostik erfasst diese Muster sowie die vorliegenden Störungen und Blockaden. Die Analyse des Energiestatus erfolgt auf der Basis der Zuordnungskriterien " Yin" und " Yang" sowie nach speziellen chinesischen Syndrommustern.

Akupunkturpunkte werden häufig zusätzlich durch Bewegungen der Nadeln stimuliert. Fernerhin erwärmt der Akupunkturspezialist gelegentlich einzelne Punkte durch Moxibustion oder setzt durch Schröpfköpfe zusätzliche Reize im Bereich der Akupunkturpunkte.

Zur Zeit wird durch verschiedene groß angelegte Studien der gesetzlichen Krankenkassen die klinische Bedeutung der Akupunktur untersucht. Im Rahmen dieser Studien bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen 10-15 Akupunkturbehandlungen pro Patient für drei verschiedene Erkrankungen und zwar bei chron. Rückenschmerzen, chron. Kopfschmerzen und chron. Knie- oder Hüftgelenksschmerzen. Alle Privatversicherungen erstatten die Kosten für Akupunktur zur Schmerzbehandlung.

Die Forschungsgruppe Akupunktur und traditionelle chinesische Medizin ist an der Konzeption und Durchführung dieser Studien maßgeblich beteiligt.